Manja Aschmoneit und Friedhelm Meyer
Friedhelm Meyer 2011
Hier können Sie die Urkunde zum Friedenspreis 2011 an Friedhelm Meyer abrufen (pdf).
Die Gruppen der Düsseldorfer Friedensbewegung verleihen am Ostermarsch-Samstag 2011 zum neunten Mal den Düsseldorfer Friedenspreis. In diesem Jahr wird Friedhelm Meyer wegen seines jahrzehntelangen Einsatzes für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ausgezeichnet. Der evangelische Theologe war bis 2000 dreieinhalb Jahrzehnte Pfarrer an der Hoffnungskirche in Garath und gehört zum Leitungsteam der Solidarischen Kirche im Rheinland. Er engagiert sich außerdem in ökumenischen Basisnetz-werken, im Sozialforum und in der Konzernkritik (Koordination gegen BAYER-Gefahren). Friedhelm Meyer hat sich im Sinne des Evangeliums besonders auch für Flüchtlinge und Heimatlose eingesetzt. Er ist der Friedensbewegung bis zur Stunde aktiv verbunden, gehört zu den entschiedenen Kritikern des Afghanistan-Krieges und lehnt den Militärseelsorgevertrag zwischen Staat und Kirche ab. Anfang der 80er Jahre läuteten in Garath anlässlich des Ostermarsches sogar die Kirchenglocken. Wegen einer großen Friedensfahne am Turm der Hoffnungskirche gerieten Presbyterium und Pfarrer Meyer in Konflikt mit der rheinischen Kirchenleitung. Durch monatliche Gebetsgottesdienste, die Friedenserklärung der „atomwaffenfreien Gemeinde“, eine „Gewissenserforschung“ für Wehrpflichtige, das Kirchenasyl sowie zahlreiche Initiativen zu Umwelt- und Friedens-themen wurde Garath ein wichtiges Zentrum christlicher Friedensarbeit. Ausdrücklich wird in der Friedenspreisurkunde auch an diesen Zusammenhang mit der Gemeinde erinnert: „Zugleich blicken wir auf alle, die seit den 1960er Jahren in Düsseldorf-Garath ein Kapitel der evangelischen Kirchengeschichte voller Hoffnung … aufgeschlagen haben.“
Düsseldorfer Friedenspreis
Die Laudatio auf Friedhelm Meyer hielt Peter Bürger (pdf).
Friedhelm Meyer und Peter Bürger
Düsseldorfer Friedenspreis