Eva und Otto Klippenstein 2012
Die Laudatio zum Friedenpreis 2012 von Erika Bosch (pdf).
Düsseldorfer Friedenspreis 2012 an Eva und Otto Klippenstein „Empathie für die Armen, die hier ankommen, und nicht im eigenen Saft verharren“, das wünschen sich Eva und Otto Klippenstein, die sich nunmehr seit Jahrzehnten für vielfältige Projekte in zahlreichen Organisationen einsetzen. Die praktische politische Arbeit hatte Ende der 70iger Jahre begonnen. Damals folgten beide einem Aufruf in der Zeitung, man möge den vietnamesischen Bootsflüchtlingen Pate sein, ihnen Hilfe gewähren und Unterstützung bei Behördenangelegenheiten geben. Es mündete darin, dass sie 1995 den „Düsseldorfer Flüchtlingsrat“ gründeten. Der Flüchtlingsrat ist ein Netzwerk von etwa 500 Initiativen, u.a. auch Kirchengemeinden, Gewerkschaften und Einzelpersonen. Antrieb für beide war ganz sicher das Erleben ihrer eigenen Flucht und das Mitgefühl für Menschen, die diesem Schicksal ebenfalls ausgeliefert sind. Otto war 8 Jahre alt, als er 1945 mit seiner Familie aus Ostpreußen vor den Russen floh. Evas Vater drohte wie auch anderen Wissenschaftlern die Verschleppung nach Russland – und so floh auch ihre Familie 1947 mit der kleinen 7-jährigen Eva von Dessau nach Baden-Württemberg zu Verwandten. Eva und Otto Klippenstein waren mehrmals Gasteltern für Kinder aus Tschernobyl, gehören zum UnterstützerInnenkreis der „Mahn- und Gedenkstätte“, waren für „Amnesty International“ tätig, für die „Aktion Sühnezeichen“, haben Stätten des Grauens in aller Welt besucht und berichten darüber, sahen schlimmste Unterdrückerstaaten wie Weißrussland, fahren nach Kurdistan, unterstützen die „UN-Konvention gegen das Verschwindenlassen“ - um nur einige Beispiele der vielfältigen Arbeit zu nennen.
Düsseldorfer Friedenspreis
Die Urkunde zum Friedenspreis 2012 an Eva und Otto Klippenstein (pdf).
Eva und Otto Klippenstein
Düsseldorfer Friedenspreis